Kübel- und Terrasssenpflanzen

Beschreibung und
Pflege-Tipps für:

Abelia
Abutilon
Bougainvillea

Callistemon
Calycanthus
Camellia
Campsis
Catalpa
Ceanothus
Cestrum elegans
Cercis
Eucalyptus
Eugenia
Fargesia
Ficus carica
Gingko biloba
Hibiscus sinensis
Hibiscus syriacus
Lantana camara
Laurus nobilis
Lavatera olbia
Magnolia
Metasequoia
Metrosideros
Nerium oleander
Olea europaea
Passiflora
Paulownia
Phyllostachys
Plumbago
Polygala myrt.
Punica granat.
Solanum jasm.
Solanum rant.
Taxus baccata
Thunbergia
Tibouchina
Viburnum tinus
Wisteria sin.
 
 
 

Abelia

Unermüdliche Dauerblüher, die Ihre Gäste willkommen heißen. Abelien werden im Sommer nicht müde, ihre rosafarbenen, roten oder weißen Blüten zu öffnen. Wer nach einem blühenden Empfangskomitee für den Eingangsbereich seines Hauses sucht, ist mit diesen dezenten Dauerblühern bestens beraten. Da die immergrünen Kleinsträucher erheblichen Frost vertragen, können sie bis weit in den November hinein draußen bleiben. In milden Lagen kann man sie im Garten auspflanzen. Temperaturminimum: -15°C
Überwinterungstemp.: 5 (±5)°C

Abutilon Schönmalve

Zartseidene Blütenkelche, die von Herzen kommen. Die aufrecht wachsenden, bis zu 3 m hohen Dauerblüher werfen auch im Winter ihr herzförmiges Laub nur ab, wenn die Temperatur unter 5°C fällt. Im Sommer schmücken sie sich mit großen, leuchtend farbigen Blütenkelchen, die matt wie Seide schimmern. Im Wintergarten hält die Blüte das ganze Jahr hindurch an. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 15 (±5)°C

Bougainvillea Drillingsblume

Das Blütenwunder aus dem sonnigen Süden. n allen frostfreien Klimaregionen sind sie zu Hause, die dichten Teppiche leuchtender Bougainvilleen, die Wände und Mauern in ein Farbenmeer tauchen. Die feurigen Brasilianerinnen verdanken den komplizierten Namen ihrem Entdecker Louis-Antoine Comte de Bougainville. Einfacher zu merken ist "Drillingsblume", denn die farbigen Hochblätter stehen immer zu Dritt beisammen und bergen die wahren Blüten in ihrer Mitte. In heißen Sommern ist der Flor besonders üppig und verschönert an Spalieren oder zu Stämmchen gezogen Balkon, Terrasse und Wintergarten. Die violette Urform B. glabra wünscht eine Ruhepause im Winter bei Temperaturen unter 10 °C, während der sie ihr Laub abwirft. Oft noch vor dem Neuaustrieb im Frühling erscheint dann die erste Blütengarnitur. Temperaturminimum: -3°C
Überwinterungstemp: 8 (±5)°C

Callistemon Zylinderputzer

Eine Schönheit, die das Feuer liebt. Stellen Sie sich eine Flaschenbürste vor und Sie wissen, wie die Blüten dieser australischen Sträucher aussehen - nur feuerrot! Zu Hunderten stehen die 2 bis 3 cm langen Staubblätter in 10 cm langen „Ähren“ beisammen. Die Samen haften jahrelang an den Zweigen und keimen erst nach starker Hitzeeinwirkung durch Feuer. Auch die immergrünen Blätter haben einiges zu bieten. Sie sind hartlaubig und damit bestens gewappnet gegen Schädlinge, die sich so gut wie nie daran vergreifen. Ihnen entströmt ein aromatischer, zitronenähnlicher Duft. Die immergrünen, natürlicherweise dichten Kronen sind sehr schnittverträglich und lassen sich als formschöne Stämmchen ziehen. Nur eins verlangen die robusten Pflanzen: die Erde darf nicht austrocknen. Temperaturminimum: -5°C
Überwinterungstemp: 8 (±5)°C

Calycanthus floridus Gewürzstrauch

Ein Duft von Nelken. Beim Gewürzstrauch duften nicht nur die Blüten. Auch die getrockneten Blätter und Rindenstücke riechen nach Gewürznelken, wenn man sie bricht oder zerreibt. Die frühsommerlichen Blüten sind braunrot und messen stattliche 3 bis 4 cm im Durchmesser. Die Blütenblätter sind sehr stabil und formieren sich zu aufrechten Halbkugeln. Die meist kaum mannshohen, sommergrünen Sträucher sind ausgepflanzt gartentauglich, denn sie vertragen strengen Frost. Temperaturminimum: -15°C
Überwinterungstemp: bedingt winterhart

Camellia japonica Kamelie

Die Rose des Südens. Von Ostasien aus trat die Kamelie vor rund 300 Jahren ihren Eroberungsfeldzug um die Welt an. Ihre immergrünen, glänzenden Blätter und ihre prachtvollen Rosenblüten machen sie zu einer der attraktivsten Pflanzen für den spätwinterlichen Wintergarten. Die Zeit während der frühen Blüte ab Januar verbringen die Schönheiten am liebsten bei Temperaturen zwischen 10 und 15 °C. Darüber setzt Knospenfall ein: Kamelien sind keine Zimmerpflanzen! Während des Sommers werden bei Temperaturen über 18 °C die neuen Blütenknospen angelegt, von September bis zur Blüte reifen bei 0 bis 10 °C die Knospen aus. Temperaturminimum: -12 bis -20°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Campsis radicans Trompetenblume

Auch ohne Kletterhilfe eine Wucht. Die orangeroten oder gelben Blütenröhren sitzen im Sommer oft im Dutzend und mehr beisammen und entwickeln über dem gefiederten Laub eine enorme Leuchtkraft. Ausgepflanzt an einem warmen, windgeschützten Standort können die selbst-kletternden Amerikaner problemlos draußen überwintern. Sonst haben sie sich als wüchsiger Sichtschutz für Balkon, Terrasse und Wintergärten bewährt. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart

Catalpa bignonioides Trompetenbaum

Blütenbäume mit Pauken und Trompeten. Wer einen vergleichsweise kleinen Baum (8-12 m) mit knorrigem Wuchs und wunderschönen Sommerblüten für den Garten sucht, ist mit dem sommergrünen Trompetenbaum gut beraten. Alles übrige an ihm ist groß: die herzförmigen, 15 bis 20 cm messenden, glatt-weichen Blätter, die erst ab Mai austreiben; seine weißen, rund 30 cm langen Blütenrispen im Juni oder Juli; und seine bohnenähnlichen, braunen, bis zu 40 cm langen Früchte. Die unregelmäßig angeordneten Äste wachsen zunächst trichterförmig. Später bilden sie breitrunde Krone. Die Stämme sind oft malerisch schief gewachsen, der jährliche Zuwachs ist mit 10 bis 20 cm gering. An den Boden stellen Trompetenbäume keine Ansprüche. Sogar lehmige Erden sind geeignet, solange sie im Sommer nicht austrocknen. Wählen Sie windgeschützte Standorte. Nur in den ersten Jahren ist eine dicke Laubschicht über dem Wurzelbereich und eine Schattierung des Stammes sowie der Krone mit Bastmatten ratsam.  Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart

Ceanothus Säckelblume

In ihrer kalifornischen Heimat nennt man diese an Trockenheit und durchlässige Böden angepassten Sträucher liebevoll „Kalifornischer Flieder“, was angesichts ihrer himmelblauen, 3-4 cm langen Blütenrispen sehr treffend ist. Während andere Arten zu haushohen Bäumen heranwachsen, hat diese ideales Kübel- und Wintergartenformat: Die Triebe breiten sich zunächst wie Bodendecker aus und bauen erst mit den Jahren etagenförmige Kronen auf, die mit kleinen, tiefnervigen, dunkelgrünen Blättchen besetzt sind. Mit unter 1 m Endhöhe aber bleiben sie immer handlich und werden gern als Unterpflanzung eingesetzt. Temperaturminimum: -10°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Cercis siliquastrum Judasbaum

Blüten aus edlem Holz geschnitzt. Das Schönste am Judasbaum sind seine tief rosafarbenen Frühlingsblüten, die direkt den Zweigen entspringen. Kauliflorie nennt das der Botaniker – ein seltenes Phänomen in der Pflanzenwelt. Auch die spitzen, dunklen Knospen sind bereits ein schöner Anblick und geben einen Vorgeschmack auf den Frühling. Im Sommer schmücken herzförmige Blätter die kleinen Bäume, die sowohl als Kübelpflanzen, als auch ausgepflanzt im Garten immer mehr Bewunderer finden, denn Frost ist für ältere Bäume auch hierzulande kein Thema. Kübelpflanzen überwintern dagegen sicherer mit einem Schutz vor Dauerfrost. Temperaturminimum: -15°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C, bedingt winterhart

Cestrum elegans Hammerstrauch

Der Hammer unter den Dauerblühern. Hammersträucher sind wirklich der Hammer! Sie scheinen im Sommer gar nicht müde zu werden, ihre dichten Blütenbüschel zu öffnen, die bei dieser Art rot gefärbt sind. Die rot überhauchten Blätter sind groß und weich und fordern angesichts manns- bis übermannshoher Kronen im Sommer reichlich Wasser und Dünger, an halbschattigen Plätzen etwas weniger als in der Sonne. Im Winter, wenn bei kühler oder dunkler Überwinterung ein Teil des Laubs abgeworfen wird, ist der Wasserbedarf dagegen gering. Die Nachtschattengewächse wachsen rasch heran, lassen sich aber durch Schnitt im Spätwinter in Form halten. Regelmäßiges Auslichten älterer Triebe hält die Kronen jung, indem man Platz für neue Schosse schafft. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±5)°C

Eucalyptus

Hustenbonbons aus eigener Ernte. Über 500 verschiedene Eukalyptus-Arten sind in Australien zu Hause, darunter einige, die Frost vertragen. Hierzu zählt Eucalyptus gunnii, der deshalb nicht nur im Terrassen- und Wintergarten eingesetzt wird, sondern auch in den Garten gepflanzt werden kann. Die Blätter sind in der Jugend blaugrün und kreisrund. Die Altersblätter werden bis zu 10 cm lang und verströmen ihr typisches Aroma, das uns von Hustenbonbons so vertraut ist. Ein paar Blätter, ins heiße Badewasser gestreut, geben ebenfalls ihr ätherisches Öl frei. Die Immergrauen wachsen ein- oder mehrstämmig als Bäume oder Großsträucher. Sie lassen sich im März kräftig stutzen, was bei ihrer Wüchsigkeit von Vorteil ist. Temperaturminimum: -10°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Eugenia myrtifolia Kirschmyrthe

Entdecken Sie ein verkanntes Multitalent. Seit über einem Jahrhundert ist die Kirschmyrte als Kübelpflanze bekannt, doch bis heute führt sie ein Schattendasein. Dabei sollte sie mit ihren vielen Talenten in keiner Kübelpflanzensammlung fehlen. Das Laub ist im Austrieb rot, später glänzend grün und formiert sich zu natürlicherweise dichten, kegelförmigen Kronen. Aus den weißen Pinselblüten langer Staubfäden entwickeln sich bis zum Herbst pinkfarbene, glänzende Beeren, die wie Bonbons zwischen den Zweigen hängen. Und bei alledem sind die Sträucher extrem schnittverträglich, ausgesprochen pflegeleicht, anspruchslos und schädlingsfrei.
Pflegetipp
: Die immergrünen Sträucher lassen sich ähnlich wie Lorbeer zu Kugeln, Säulen oder Pyramiden formen und in jeder beliebigen Größe halten. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±8)°C
 

Fargesia murieliae Regenschirm-Bambus

Riesengräser aus dem fernen Asien. Diese Art ist als Kübelpflanze besonders geeignet, da ihre Halme nicht mehr als 2 bis 3 m hoch werden. Die frostfesten Halme neigen sich unter dem Gewicht des dichten Blattwerks an ihren Enden elegant herab, was ihnen ein wasserfallartiges Aussehen gibt. Vor einigen Jahren in die Schlagzeilen geraten, stammen heutige Pflanzen von einer Generation ab, für die in den nächsten Jahrzehnten keine Blüte, die zumeist den Tod bedeutet, prognostiziert wird. Temperaturminimum: -26°C
Überwinterungstemp:  winterhart

Ficus carica Feige

Der Baum der Erkenntnis. Die Feige hat weit mehr zu bieten als süße Früchte. Die wie Hände geformten, rauen, vielgestaltigen Blätter haben hohen Zierwert. Die Sonne entlockt den Milchsaft führenden Blättern und Trieben ein süßlich-herbes Aroma, das einen sofort an mediterrane Landschaften denken lässt. Die Früchte reifen auch in unserem Klima mühelos heran - und das ab dem zweiten Lebensjahr. Moderne Sorten sind nicht mehr auf die komplizierte Befruchtung durch Gallwespen angewiesen! Mit frostigen Nächten hat keine Feige Probleme, nicht nur die vielbeschriebenen, „frostharten“ Sorten! Strenger Dauerfrost lässt dagegen jede Feigen-Krone zurückfrieren. Im Garten ausgepflanzte Exemplare treiben aus der Basis zuverlässig wieder aus. Topf-Feigen holt man in strengen Wintern ins Haus. Da sie ihr Laub abwerfen, genügt ein dunkler, kühler Raum! Temperaturminimum: -15°C
Überwinterung: 5 (±5)°C, bedingt winterhart

Gingko biloba

Urweltbaum mit neuzeitlichen Qualitäten. Was wir für „Blätter“ halten, sind beim Ginkgo in Wirklichkeit Nadeln, denn er wird dem gleichen Stamm zugeordnet wie die Nadelgehölze. Versteinerungen beweisen, dass der Fächerblattbaum, wie er auch genannt wird, schon zu Urzeiten die Erde bevölkerte. Trotz seines Alters ist der für viele Heilzwecke verwendete Baum erstaunlich modern geblieben. Er hält Immissionen und innerstädtisches Klima aus. Er wächst auf nahezu jedem Boden - und kommt in Pflanzgefäßen wunderbar zurecht. Temperaturminimum: -25°C
Überwinterungstemp.: winterhart

Hibiscus
rosa-sinensis

Die Rose der Tropen. Viele von Ihnen kennen Hibiskus in erster Linie als kleine Sträucher für die Fensterbank. Hierfür werden sie durch spezielle Kulturmethoden (Stauchung) extra klein gehalten. Überlässt man die Pflanzen dagegen von Anfang an ihrem natürlichen Wuchs, reifen sie zu herrlichen Kübelpflanzen von Hüfthöhe und mehr heran, die sich den ganzen Sommer unablässig und in reicher Zahl mit großen Blüten in vielen Farbsorten schmücken – ein Highlight für jeden Wintergarten oder als Solisten im Zimmer, ab Mai auch für den Terrassengarten, Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 1 5 (±5)°C

Hibiscus syriacus

Winterharte Schönheiten, die Ihren tropischen Verwandten in nichts nachstehen. Diese frostharten Verwandten des tropischen Hibiskus, die in kaum einem italienischen Garten fehlen, kommen mit ihrem langsamen Wuchs auch in Pflanzgefäßen wunderbar zurecht. Ob als Terrassen- oder Gartenpflanzen: auch hierzulande öffnen sie im Hochsommer ihre bis zu 10 cm großen Blüten. Bei Kübelpflanzen ist ein Winterschutz um die Wurzeln ratsam. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart

Lantana camara Wandelröschen

Der Verwandlungskünstler unter den Dauerblühern. Die Blüten der Wandelröschen locken nicht nur Schmetterlinge in Scharen an. Auch der Mensch bleibt fasziniert vor den kleinen Blütenköpfen stehen, die im Auf- und Verblühen ihre Farbe ändern. Und dabei haben Wandelröschen keine Star-Allüren. Im Gegenteil: sie sind so robust, dass sie in vielen Tropengürteln der Welt als Unkraut gelten. Wer ihnen einen vollsonnigen Platz und eine konstant hohe Wasserversorgung bietet, findet in ihnen einen dankbaren Begleiter für viele Jahre. Auch hinsichtlich der Überwinterungstemperatur zeigt sich das Wandelröschen ausgesprochen anpassungsfähig und findet auf Balkon und Terrasse ebenso einen Platz wie im Wintergarten.
Pflegetipp
: Auch wenn Sie das Wandelröschen als einjährige Sommerblume kennen – ihre wahre Schönheit erreicht sie erst als mehrjährige Kübelpflanze. Bei jährlichem Rückschnitt im Frühjahr und mehrmaligem Entspitzen der Triebe während des Sommers werden die Kronen jedes Jahr größer und schmücken sich mit immer mehr Blüten. Gegen Weiße Fliegen, die sich auf den Blättern einfinden, helfen Gelbtafeln. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±5)°C

Laurus nobilis Lorbeer

Schon die Römer liebten sein Aroma. ““Pflegeleicht, robust und formschön" - was kann man von einer Kübel- und Wintergartenpflanze mehr erwarten? Mangelnde Pflege nehmen die Immergrünen ebenso wenig übel wie frostige Temperaturen. Durch den hohen Gehalt herber, ätherischer Öle machen die meisten Krankheiten und Schädlinge um die immergrünen Mittelmeerpflanzen einen Bogen. Gleichzeitig geben sie den Blättern den typisch aromatischen Geschmack, der in keiner Küche fehlen sollte. Sie dürfen von Ihrer Kübelpflanze gerne immer wieder ein Blättchen ernten. Diesen Verlust verschmerzen die Kronen mit Leichtigkeit, denn sie sind sehr schnittverträglich. Die Anzucht formvollendeter Stämmchen oder Kegel ist allerdings sehr langwierig, so dass Kronen mit nur 50 cm Durchmesser oft schon 10 Jahre und älter sind. Die Lichtansprüche im Winter bei kühlen Temperaturen sind gering, so dass man Lorbeer auch in Kellern erfolgreich überwintern kann.
Pflegetipp
: Obwohl Lorbeer immergrün ist, verträgt er im Winter halbdunkle Quartiere – sofern er gleichzeitig weitgehend trocken und kühl bei unter 5 ° C gehalten wird. Beim Rück- oder Formschnitt der wertvollen Pflanzen sollte man sich jeden Trieb einzeln vornehmen, um die Blätter nicht zu durchtrennen, was trockene Ränder hinterlassen würde. Temperaturminimum: -10°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Lavatera olbia Strauchmalve

Blüten wie aus Großmutters Bauerngarten. ie rosafarbenen Blütenräder dieser langlebigen, zum Teil verholzenden Sträucher erinnern an Stockrosen, wie man sie aus den Bauerngärten kennt. Den ganzen Sommer sitzen sie auf dem leicht graufilzigen, weichen, gelappten Laub und recken sich der Sommersonne entgegen. In milden Gegenden können sie den Winter mit einem Wurzelschutz sogar draußen verbringen. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 8 (±5)°C

Magnolia

Diese im Mittelmeerraum weit verbreiteten Zierbäume sind nicht nur großblütig, sondern auch großartig. Der Zierwert beginnt bei den derben Blätter, die oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits bräunlich-rot sind. Die Blüten aber sind eine wirkliche Pracht: sie duften leicht, erreichen über 20 cm Durchmesser und bestehen aus bis zu 20 Blütenblättern von cremeweißer Farbe. Aus ihnen entstehen zapfenartige Fruchtstände mit auffälligen, roten Samen, die ebenfalls ein Blickfang sind. Obwohl die nordamerikanischen Pflanzen Frost vertragen, sollte man ausgepflanzte Exemplare im Winter rundum schützen, da die immergrünen Kronen sonst unter der Wintersonne und Frosttrocknis leiden. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C, winterhart

Metasequoia Urweltmammut-baum

Eine Pflanze mit Geschichte. Mit dem Urweltmammutbaum holen Sie sich ein Stück Entwicklungsgeschichte nach Hause. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts kannte man diese laubabwerfenden Koniferen nur aus Versteinerungen. Dann entdeckte man im Westen Chinas eine Kolonie und vermehrte sie. Seitdem haben sich die kegelkronigen Koniferen mit den hellgrünen Nadeln, die schon Dinosauriern als Schattenspender dienten, in aller Welt verbreitet. Sie kommen als Garten- oder Parkbäume sogar mit städtischer Luft und einem Leben als frostfeste Kübelpflanze bestens zurecht. Im Herbst färben sich die Nadeln orange bis rotbraun und geben den Blick auf die markant gefärbte, rote Rinde frei. Temperaturminimum: -25°C
Überwinterungstemp: winterhart

Metrosideros Eisenholzbaum

Prinz Eisenherz aus Neuseeland. n ihrer neuseeländischen Heimat blühen diese attraktiven Pflanzen, die zu unseren persönlichen Lieblingspflanzen zählen, in der Weihnachtszeit. Durch den Jahreszeitenwechsel schmücken sie sich in Europa meist zwischen Juni und August mit dichten Büscheln roter Pinselblüten - ein herrlicher Kontrast zu den silbergrauen Blättern und Trieben, die Pflegefehler ohne Murren verzeihen. Durch ihrer Anpassungsfähigkeit fühlen sie sich als Kübelpflanze im Terrassengarten ebenso wohl wie ausgepflanzt im Wintergarten oder als Solitärpflanze im Zimmer. Je wärmer der Standort ist, umso heller sollte er allerdings sein, sonst vergrünen die Blätter, die für Schädlinge uninteressant sind. Übrigens: Das Holz dieser schnittverträglichen Großsträucher, die man in ihrer Heimat auch Pohutukawa nennt, ist sehr dicht und geht im Wasser unter - daher der Name. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±8)°C

Nerium oleander

Oleander - dieser Name weckt die schönsten Urlaubserinnerungen an lauwarme Sommernächte am Mittelmeer. Die aufrecht wachsenden, buschigen Sträucher tragen in sonnenverwöhnten Sommern prachtvolle Blütenkleider in einfachen oder gefüllten, rosafarbenen, roten, weißen, lachsfarbenen oder gelben Variationen. Ein vollsonniger Platz vor einer Südwand, reichlich Wasser und Dünger sind der beste Garant für eine reiche Blüte. Werden die Immergrünen zu ausladend, nimmt man im März einige der ältesten Triebe ganz heraus oder kürzt ein Drittel der Krone ein - aber nicht alle Triebe gleichzeitig, sonst bringt man sich um die Blüte, die schon im Vorjahr an den Triebenden angelegt wird. Temperaturminimum: -5°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Olea europaea Olivenbaum

Der Traum vom eigenen Olivenhain. Olivenhaine sind untrennbar mit den Landschaften des Mittelmeerraums verbunden. Die ausgesprochen robusten Immergrauen lassen sich von kargen Böden, Trockenheit, Kälte oder Hitze nicht schrecken. Auch als Kübelpflanze werden sie zu jahrzehntelangen Begleitern, die mit ihrem graugrünen Laub, das für Schädlinge uninteressant ist, für mediterranen Lebensstil und Früchte sorgen. Bei veredelten Pflanzen und selbstfruchtbaren Sorten ist der Fruchtansatz zuverlässiger und reicher als bei Sämlingspflanzen. Je häufiger und kräftiger man die wüchsigen Triebe zurückschneidet, umso kompakter werden die anfangs nur locker verzweigten Kronen. Oliven sind ein Muss für jede Sonnenterrasse und ein wunderschönes Geschenk für alle, die gerne in den Süden verreisen!
Pflegetipp
: Oliven wachsen zwar von klein auf zügig heran, entwickeln sich aber nur bei regelmäßigem Schnitt zu dichtkronigen, gut verzweigten Individuen. Eine zweite Pflanze als Pollenspender erhöht die Fruchtchancen.  Temperaturminimum: -10°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Passiflora Passionsblume
Phantastische Blüten und vitaminreiche Früchte. Die Blaue Passionsblume ist besonders robust und kältetolerant. In klimamilden Regionen kann sie mit Schutz im Freien überwintern oder ausgepflanzt werden. Sonst ist sie eine ebenso wüchsige wie schöne Kletterpflanze für den Wintergarten und helle Wohnräume. Aus den blau, weiß und purpurn gefärbten Blüten entwickeln die Mittelamerikanerinnen ca. 5 cm große, orangeschalige Früchte, die jedoch meist innen hohl sind. emperaturminimum: -8°C
Überwinterungstemp: 10 (±8)°C

Paulownia Blauglockenbaum

Blaublütige Bäume sind rar - und umso attraktiver! Blauglockenbäume werden im Mittelmeerraum gerne als Allee- und Parkbäume eingesetzt. Hierzulande sind sie im Weinbauklima winterhart, wenn man ihnen in den ersten Jahren leichten Winterschutz bietet. Kalkhaltige, durchlässige Böden sind erwünscht. Die hellvioletten Blüten erscheinen im April oder Mai noch vor den Blättern und haben dann die lockeren, runden Kronen im Alter als Bühne für sich alleine. Die einzelnen Blütenglocken gruppieren sich zu 30 cm hohen, aufrechten Rispen. Das Laub ist mit 30 cm Durchmesser sehr groß. Als Standorte bieten sich von Bäumen umrahmte Wiesen, große Innenhöfe oder geschützte, große Vorgärten an, wo die asiatischen Bäume die Herrscher der Gartenszenerie sein werden. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart

Phyllostachys aurea Gold-Bambus

Riesengräser aus dem fernen Asien. Die bei starker Besonnung goldgelben Halme und das helle Grün der Blätter haben den Gold-Bambus zu einer der bekanntesten Arten gemacht. Er wächst sehr dicht und bietet besten Sichtschutz, der ausgepflanzt über 5 m erreichen kann, im Kübel aber deutlich kleiner bleibt. Die jungen Sprosse sind essbar. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart

Plumbago Bleiwurz

Bleiwurz ist ein wahrlich unschöner Name für diese Südafrikaner, die im Sommer gar nicht müde werden, ihre himmelblauen oder weißen Blüten zu zeigen. Sie sind mit klebrigen Drüsen besetzt und heften sich gerne an Kleidung oder Haare an – ein unerwarteter, aber hübscher Blumenschmuck für Groß und Klein! Wer die langen Triebe regelmäßig schneidet, kann aus den Triebbüscheln Sträucher formen. Lässt man sie lang, streben sie nach oben wie Kletterpflanzen. Die Überwinterung ist ganz einfach, da sie dunkel und kühl erfolgen kann. Die Wurzeln lassen ab März jedes Jahr zahlreiche neue Triebe sprießen.
Pflegetipp
: Die mit Drüsen besetzten Blüten bleiben lange haften und sollten regelmäßig abgezupft werden, sobald sie welk sind. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 8 (±5)°C

Polygala myrtifolia Kreuzblume

Violette Blüten wie ein seltener Schmetterling. Diese südafrikanischen Sträucher zählt zu den absoluten Dauerblühern unter den Kübelpflanzen. Ihre Schmetterlingsblüten stehen vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein in großen Trauben an den blaugrün beblätterten Zweig-Enden, im Wintergarten sogar ganzjährig. Dabei bleiben die Immergrünen auch ohne Schnitt klein und kompakt oder lassen sich zu Halbstämmchen erziehen, die man dann allerdings in Form halten sollte. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±5)°C

Punica granatum Granatapfel

Einfach granatenmäßig gut, diese Früchte und Blüten. Der Granatapfel stammt aus dem Mittelmeerraum und vereint Zier- und Nutzwert in einer Pflanze. Nach den auffällig orangeroten, glockenförmigen Blüten im Sommer lässt er auch in unserem Klima - vor allem im Wintergarten – seine bekannten, apfelgroßen Früchte heranreifen. Die hell belaubten Sträucher wachsen zu knorrigen Kronen heran und erreichen auch in Topfkultur ein hohes Alter, ohne von Krankheiten oder Schädlingen belästigt zu werden. Den Winter können sie dunkel im Keller verbringen, da ihr Laub nach einer schönen Herbstfärbung in Gelb und Orange abfällt und erst im März neu sprießt. Die Zuchtform ´Nana` bringt besonders viele, zum Teil gefüllte Glockenblüten und unzählige Früchte hervor, die jedoch zum Verzehr zu klein sein. Der bonsai-ähnliche Wuchs ist deutlich kompakter und langsamer als bei der Fruchtform und Exemplare mit mehr als 1 m Höhe sind bei dieser Sorte selten.
Pflegetipp
: Zeigen sich Granatäpfel trotz gesunder Blätter und kräftigem Zuwachs blühfaul, fehlt es ihnen an Sonne. Stellen Sie die Pflanzen dann besonders hell und warm. Temperaturminimum: -10°C
Überwinterungstemp: 5 (±5)°C

Solanum jasminoides Jasminähnlicher Nachtschatten

Der jasminblütige Nachtschatten hat in letzter Zeit viele Liebhaber gefunden und schmückt in Kübeln gezogen so manches Spalier auf  Terassen.  Die fünfzähligen duftenden weissen Blüten blühen von Juni bis Oktober. Die Solanum jasminoides kann bei guter Pflege und Ernährung Ranken bis zu 10 m Länge entwickeln. Nach dem Überwintern ist ein regelmässiger Rückschnitt erforderlich. Die Pflanze muss regelmässig gegossen und gedüngt werden. Solanum jasminoides ist in allen Teilen giftig! Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±5)°C
Solanum rantonnetii Blauer Kartoffelstrauch
Solanum rantonnetii gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und ist eine beliebte Kübelpflanze. Umgangssprachlich ist auch die Bezeichnung "Enzianstrauch" üblich. Die blauvioletten Blüten erscheinen fortwährend vom Frühjahr bis in den Herbst. Eine heller und frostfreier Überwinterungsplatz ist für diese Kübelpflanze ausreichend. Wird insgesamt bis 2,5 m hoch, kann aber ganzjährig geschnitten und formiert werden; Verblühtes fällt ab (nicht putzen, dafür kehren). Braucht täglich Wasser, zwei mal Pro Woche Dünger. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±5)°C

Taxus baccata Eibe
Eiben sind überall ein Hingucker. Eiben sind die unbestrittenen Königinnen unter den immergrünen Kübelpflanzen. Mit ihren glänzenden Nadeln stehen sie sommers wie winters schmuck da. Sie wachsen langsam, aber kontinuierlich und kompakt heran und fühlen sich Jahrzehnte lang in großen Pflanzgefäßen wohl. Wer möchte, kann sie durch jährliches Trimmen zu fantasievollen Formen gestalten. Egal, ob Sie Tierfiguren oder Geometrien von der Kugel bis zum Kegel bevorzugen - Eiben machen jede Formation mit.
Pflegetipp: Gießen Sie Eiben auch im Winter regelmäßig an frostfreien, milden Tagen. So verhindern Sie Frosttrocknis. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart

Thunbergia alata Schwarzäugige Susanne

Die Schwarzäugige Susanne ist eine preiswerte, dekorative Kletterpflanze, die sich bis zu 2 m hoch windet und mit zahlreichen, orangegelben, zartduftenden, in der Mitte schwarzgepunkteten Blüten schmückt. Die Blätter sind zunächst frisch-grün, herzförmig mit gezähntem Rand. Im Herbst färbt sich das Laub rotbraun. Der Ranker mit seinen trichterförmigen Blüten braucht einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort. Ebenso ist für eine Rankhilfe in Form von Stäben, Drähten oder einem Klettergerüst zu sorgen. Die Schwarzäugige Susanne kann sowohl in Einheitserde als auch in einer lehmig-humosen Gartenerde wachsen. Das üppige Rankgewächs muß reichlich gegossen und alle 14 Tage gedüngt werden. Eine gute Drainageschicht im Pflanzgefäß ist erforderlich, um Staunässe zu vermeiden. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 1 5 (±5)°C

Tibouchina Prinzessinnen-blume
Blüten, in deren Adern blaues Blut fließt. Die bis zu 6 cm großen, lilablauen Blüten der Prinzessinnenblume sind an Leuchtkraft kaum zu übertreffen und das zu einer Zeit, da die meisten anderen Kübelpflanzen bereits verblüht sind. Natürlicherweise öffnen sie sich frühestens ab Hochsommer, meist im Herbst und Winter. Dass die kleinen Prinzessinnen nur je einen Tag blühen, machen sie durch ihre Vielzahl wett, der die großen, mit einem feinen weißen Flaum überzogenen, rötlich beaderten Blätter einen edlen Rahmen bieten. Die langen, aufrechten Triebe lassen sich durch häufiges Stutzen sehr gut zu kompakten Stämmchen erziehen.
Pflegetipp : Regelmäßiges Entspitzen der Triebenden regt die Sträucher zu besserer Verzweigung an. Temperaturminimum: 0°C
Überwinterungstemp: 10 (±5)°C
Viburnum tinus Mittelmeer-schneeball
Weiße Blütenbälle auf kompakten Sträuchern. Seine Beliebtheit verdankt dieser Immergrüne, den man auch Lorbeerschneeball oder Steinlorbeer nennt, den vielen, weißen bis rosafarbenen Blütendolden im Spätherbst oder -winter. Während des Sommers schmücken sich die kompakten, rundkronigen Sträucher, die es auch als attraktive, buntlaubige Sorte gibt, mit metallisch glänzenden, schwarz-blauen Beeren. Die Pflanzen sind frosttolerant und können in klimamilden Regionen ausgepflanzt werden.
Pflegetipp
: Die ausgesprochen robusten Pflanzen stellen keine besonderen Ansprüche. Temperaturminimum: -10°C
Überwinterungstemp: 8 (±8)°C

Wisteria sinensis Blauregen

Die langen, blauen Trauben dieser kraftvollen Schlinger kennt sicher jeder von Ihnen. Die Glyzine ist ein beliebter Sch attenspender für Pergolen und Terrassendächer. Das einzige, was Sie brauchen, ist etwas Geduld. Selbst die blühfreudigsten Sämlinge beginnen erst ab dem 4. Standjahr mit der Blüte, legen dann aber jährlich kräftig an Fülle zu. Temperaturminimum: -20°C
Überwinterungstemp: winterhart